Rückblick auf Faustball-Hallensaison

18. April 2017

Die ersten Trainingseinheiten standen in Vorbereitung auf die Feldsaison zwar schon auf dem Programm, ein Rückblick auf die vergangene Spielzeit unter dem Hallendach lohnt sich aber auf alle Fälle – denn es gab eine Bilanz, die sich auf jeden Fall sehen lassen kann: Sechs Mal machten sich in dieser Hallensaison Brettorfer Mannschaften zu Deutschen Meisterschaften auf, gleich vier Mal hatten sie auf dem Rückweg Edelmetall im Gepäck. Einzig der ganz große Wurf – die Goldmedaille – wollte nicht gelingen, dabei waren zwei Mannschaften ganz nah dran.

1. Herren

Mit dem dritten Platz in der 1. Bundesliga Nord (20:8 Punkte) reiste die 1. Herren zu ihrer Endrunde nach Rosenheim. Die Saison war ein stetiges Auf und Ab. Großartige Erfolge, wie dem 5:3 gegen den VfK Berlin oder dem glatten 5:0 gegen den Ahlhorner SV in eigener Halle, standen deftige Pleiten beim TSV Hagen (0:5) und dem TK zu Hannover (1:5) gegenüber. In der letzten Saison von Spielercoach Christian Kläner war die Mannschaft einfach zu sehr von Verletzungen gebeutelt. Zum Saisonhöhepunkt präsentierte sich das Aushängeschild des TVB in Rosenheim dann wieder topfit. Vor den über 50 mitgereisten Brettorfer Fans setzte sich das Team in der Vorrunden gegen den VfK Berlin und den TV Schweinfurt-Oberndorf durch und holte sich den Gruppensieg. Im Halbfinale hatte die Mannschaft dann aber gegen Gastgeber Rosenheim überraschend große Probleme – und verlor. Die Niederlage machten die Schwarz-Weißen aber recht schnell vergessen. Im erneuten Aufeinandertreffen mit Berlin setzte sich Brettorf glatt in drei Sätzen durch und holte sich die Bronzemedaille. „Wir hätten an diesem Wochenende noch so oft gegen Brettorf spielen können, wir hätten einfach nicht gewonnen“, analysierte VfK-Nationalangreifer Lukas Schubert treffend. Ein perfekter Saisonabschluss beim Karriereende von Christian Kläner. Und die Brettorfer Fans erhielten für ihre unbändige Unterstützung für das Team eine Menge Lob. „Ohne Brettorf wäre auf den ganzen Meisterschaften irgendwie gar nichts los. Lässig, was ihr da immer wieder auf die Beine stellt. Saucool!“, lobte DFBL-Fotograf Ingo Stöldt.

Weibliche U14

Nur ein Wochenende später zog es die Brettorfer Fan-Massen in die nächste Sporthalle – und die weibliche U14 machte es den Männern nach. In Wardenburg, nur wenige Kilometer von der Gemeindegrenze entfernt, schaffte es das Team von Silvia Düßmann und Sabrina Rohling mit vier Vorrundensiegen direkt ins Halbfinale und legte auch hier gegen den Gastgeber eine 1:0-Satzführung vor. Dann aber kam es zum Bruch im Spiel, der furios aufspielende WTV drehte die Begegnung noch. Im Spiel um Bronze belohnte sich der TVB aber mit einem glatten 2:0 gegen die TG Biberach für eine tolle Saison.

Männliche U18

Als Mitfavorit zur DM angereist war die männliche U18 nach Vaihingen/Enz. Dort, wo der TV Brettorf vor genau 25 Jahren zuvor bereits die Goldmedaille gegen den Gastgeber entführte, sollte der Mannschaft von Tim Lemke und Klaus Tabke ähnliches gelingen. Konzentriert demonstrierten die Schwarz-Weißen von der Vorrunde bis ins Halbfinale ihre Stärke. Erst im Endspiel gegen den TV Vaihingen/Enz wurde der TVB-Express dann gestoppt. Gegen einen starken Gegner und eine ohrenbetäubenden Kulisse hatte das Lemke-Team dann aber das Nachsehen. Vaihingen/Enz revanchierte sich nach 25 Jahre holte Gold, Brettorf präsentierte stolz die Silbermedaille.

Weibliche & Männliche U16

Mit der gleichen Farbe kehrte die weibliche U16 von ihren Titelkämpfen in Hohenklingen zurück. Dabei trotzte das Team einigen Ausfälle und zeigte, dass es auch in der Breite über die nötige Qualität verfügt. Platz eins in der Vorrunde, ein Sieg gegen den TuS Spenge im Halbfinale und dann die Satzführung gegen Schneverdingen im Endspiel. Am Ende setzten sich aber die Heidschnucken durch – trotzdem war der Jubel über Platz zwei riesig. Nicht ganz so erfolgreich verlief das Wochenende dagegen für die männliche U16. In Wickrath reichte es nur zum dritten Platz in der Vorrunde, im Qualifikationsspiel am Sonntag wartete mit dem SV Kubschütz der spätere Deutsche Meister. Erst im Entscheidungssatz musste sich Brettorf geschlagen geben (9:11), belegte am Ende Platz sechs.

Weitere Teams

Zum Abschluss der Hallensaison traten dann noch die Männer 55 in Hundsmühlen an. In der Vorrunde schaffte es der Überraschungs-Vizemeister des Vorjahrs und Gewinner des TVB-Oscars auf Platz zwei. Im Qualifikationsspiel unterlag das Team um Angreifer Uwe Kläner aber gegen Gastgeber Wardenburg. Nach einem 2:1-Sieg gegen Stelle war der Jubel über Platz fünf dennoch riesig. Auch die beiden weiteren Bundesliga-Teams der Brettorfer konnten am Ende der Saison ein positives Fazit ziehen. Die 1. Damen zeigte ansprechende Leistungen, hatte in den entscheidenden Phasen aber eine Menge Pech. 8:24 Punkte und Platz acht hätte zwar den Abstieg bedeutet, durch den Rückzug des MTSV Selsingen darf der TVB aber auch in der kommenden Hallensaison im Faustball-Oberhaus antreten. Die 2. Herren spielten eine extrem ausgeglichene Spielzeit und platzierten sich mit 16:16 Punkten auf Platz fünf in der 2. Bundesliga Nord.
Insgesamt kann sich der Verein mit der abgeschlossenen Saison zufrieden zeigen. An elf Landesmeisterschaften nahm Brettorf teil, schaffte es hier acht Mal unter die besten vier Teams. Noch besser die Bilanz bei den Norddeutschen Meisterschaften. Hier schafft es der TVB in vier von sechs Teilnahmen bis ins Endspiel.

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