Faustball Feldsaison 2026 | News 03

19. Mai 2026

Die Brettorfer Männer bleiben in der 1. Bundesliga das Maß der Dinge: Auch gegen den VfK Berlin gab es am Himmelfahrts-Donnerstag einen 5:0-Sieg. Damit blieb das Team von Trainer Klaus Tabke auch im vierten Spiel ohne Satzverlust. Fast schon standardmäßig 2:2 Punkte gab es für die 1. Damen bei ihrem ersten Heimspieltag in dieser Saison. Die 2. Herren musste gegen die zwei Top-Teams der bisherigen Zweitliga-Saison hingegen zwei Niederlagen hinnehmen. 

1. Herren

TV Brettorf – VfK Berlin 5:0 (11:2, 12:10, 11:9, 11:8, 11:5). Für den TVB folgt in dieser Saison Sieg auf Sieg. So ließ der Tabellenführer auch gegen den VfK Berlin nichts anbrennen und blieb einmal mehr ohne Satzverlust. TVB-Coach Klaus Tabke vertraute dabei die gesamte Partie über Johannes Jungclaussen, Hauke Rykena (Angriff), Tom Hartung, Hauke Spille und Alvaro Englert (Defensive). Den ersten Satz gewann Brettorf im Eiltempo mit 11:2, Berlin fand überhaupt nicht in die partie. Allerdings schlichen sich im zweiten Durchgang zunehmend Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Trotzdem hatte seine Crew beim 10:9 ihren ersten Satzball, den sie aber nicht nutzen konnte. Anschließend schlug der VfK jedoch zweimal ins Seitenaus – 12:10. Der dritte Spielabschnitt wurde schließlich zum Knackpunkt. Berlin legte zum 9:5 vor, schaffte es aber nicht, den Sack zuzumachen. VfK-Schlagmann Sebastian Kögel-Fideli gelang es nicht, die extrem starke Brettorfer Defensive aus der Angabe heraus unter Druck zu setzen. Die Schwarz-Weißen wehrten alle vier VfK-Satzbälle ab und nahmen nach zwei weiteren Punkten eine 3:0-Satzführung mit in die Pause. Zu Wiederbeginn setzte über der Sportanlage am Bareler Weg leichter Regen ein. Die Teams tauschten den Trocken- gegen einen Nassball. Der verpasste Satzgewinn hatte bei den Gästen Wirkung hinterlassen. Brettorf holte sich den vierten Durchgang mit 11:8 und marschierte schließlich im fünften Abschnitt über 6:1 und 8:3 dem Sieg entgegen.

1. Damen

TV Brettorf – TV Jahn Schneverdingen 0:3 (6:11, 11:13, 8:11). Auf ihre Heimpremiere in dieser Feldsaison hatten sich die Bundesliga-Frauen des TV Brettorf viel vorgenommen, gegen den favorisierten TV Jahn Schneverdingen gelang es jedoch nur phasenweise, das eigene Leistungsniveau abzurufen. Die Gäste erwiesen sich über weite Strecken als die klar bessere Mannschaft und sicherten sich einen verdienten 3:0-Erfolg. „Gegen Schneverdingen konnten wir leider nicht unsere Leistung abrufen, da waren wir mindestens eine Klasse schlechter“, erklärte Ida Jungclaussen nach der Partie. Vor allem im Spielaufbau hatte Brettorf große Probleme und fand kaum in den eigenen Rhythmus. „Wir kamen überhaupt nicht rein und hatten nur vereinzelt gute Spielzüge drin“, so Jungclaussen weiter. Lediglich im zweiten Satz hielt der TVB die Partie lange offen und schnupperte zwischenzeitlich am Satzausgleich. In den entscheidenden Situationen zeigte Schneverdingen jedoch seine ganze Klasse und blieb konstant druckvoll. „Das ist natürlich frustrierend, aber auch mit Bestleistung ist ein Sieg gegen Schneverdingen schwierig. Deshalb wollen wir das Spiel abhaken und nach vorne blicken“, meinte Jungclaussen.

TV Brettorf – TuS Wakendorf 3:0 (11:7, 12:10, 11:6). Im zweiten Spiel des Tages zeigte Brettorf anschließend die erwartete Reaktion und setzte sich souverän gegen den TuS Wakendorf durch. Zwar merkte man dem TVB die Enttäuschung aus der ersten Partie zunächst noch etwas an, dennoch kontrollierten die Gastgeberinnen die Begegnung über weite Strecken. Vor allem in den entscheidenden Momenten agierte Brettorf deutlich konzentrierter und stabiler. „Gegen Wakendorf hat man das Spiel vorher auf jeden Fall noch gemerkt. Es war keine runde Sache, aber trotzdem ein souveräner 3:0-Sieg“, resümierte Jungclaussen. Besonders im zweiten Satz musste der TVB nochmals kämpfen, ehe sich die Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Im dritten Durchgang ließ Brettorf dann nichts mehr anbrennen und brachte den Erfolg sicher ins Ziel. Mit nun 6:6 Punkten bleibt der TVB weiterhin auf Rang vier der Bundesliga-Tabelle und hat damit weiterhin zwei Punkte Rückstand auf den dritten Platz, der die Qualifikation für die Feld-DM in Bardowick bedeuten würde.

2. Herren

TuS Empelde – TV Brettorf II 3:0 (11:5, 11:6, 12:10). Nach dem ersten Punktgewinn am vergangenen Wochenende gegen den MTV Oldendorf wollte der Aufsteiger in Empelde nun nachlagen. Doch: Gegen den gastgebenden Aufstiegsaspiranten setzte es eine klare 0:3-Niederlage. Dabei bekamen die Brettorf die Qualität des Favoriten von Beginn an zu spüren. Die Gastgeber dominierten die ersten beiden Sätze klar und ließen dem TVB kaum Möglichkeiten, selbst Akzente zu setzen. Erst im dritten Durchgang fand Brettorf besser in die Partie und erspielte sich sogar die Chance auf einen Satzgewinn. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz. „Empelde hat seine Qualität über weite Strecken eindrucksvoll gezeigt“, berichtete Markus Hinrichs, der den TVB am Samstag betreute: „In den ersten beiden Sätzen hatten wir große Probleme, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Im dritten haben wir dann gesehen, dass wir durchaus mithalten können, wenn wir mutiger auftreten.“

TV Brettorf 2 – TK Hannover 2:3 (7:11, 11:7, 11:8, 7:11, 8:11). Ein völlig anderes Gesicht zeigte der TVB anschließend gegen den TK Hannover. Trotz eines personell stark geschwächten Kaders – mit den beiden Angreifern Joey Biniek und Joris Finkel sowie den Defensivspielern Ole Behm, Hagen Rauck und Bastian Steenken standen nur fünf Akteure zur Verfügung – entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich Brettorf eindrucksvoll zurück und drehte die Partie zwischenzeitlich zu einer 2:1-Satzführung. Nach dem 2:2 lag der TVB im Entscheidungssatz zum Seitenwechsel sogar mit 6:4 in Führung und schnupperte an der Überraschung. In der Schlussphase setzte sich jedoch die Routine der Gäste – angeführt von Ex-Nationalspieler Ole Hermanns – durch, die den fünften Satz noch mit 11:8 für sich entschieden. „Die Mannschaft hat trotz der schwierigen personellen Situation unglaublich viel Einsatz gezeigt und sich in dieses Spiel hineingebissen“, lobte Markus Hinrichs: „Am Ende hat man gemerkt, dass uns in der Crunchtime etwas die Kräfte gefehlt haben. Dazu kam die enorme Erfahrung von Hannover.“ Trotz der beiden Niederlagen zog Hinrichs ein positives Fazit: „Vor allem die Leistung gegen Hannover macht Mut. Wenn wir unsere Fehlerquote reduzieren und personell wieder breiter aufgestellt sind, werden wir uns in den kommenden Spielen auch belohnen.“

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com