DM in Bardowick: TVB-Männer bejubeln Silber – Frauen verpassen Podest knapp

20. Juli 2026

Bei der Deutschen Faustball-Meisterschaft in Bardowick haben die Männer des TV Brettorf erstmals seit 2011 wieder ein Feld-DM-Finale erreicht und die Silbermedaille gewonnen. Auch die Brettorfer Frauen hinterließen mit furiosen Auftritten einen bleibenden Eindruck, verpassten den Sprung auf das DM-Podest aber knapp.

TVB-Frauen bestätigen starke Entwicklung

Bereits im ersten Spiel des DM-Wochenendes, dem Qualifikationsspiel gegen den TSS Calw, hatten die Brettorfer Frauen für eine Überraschung gesorgt. Gegen den TSV Calw gewannen die Schwarz-Weißen mit 3:1 (14:12, 11:8, 8:11, 12:10) und sorgten gegen den Zweiten der Bundesliga Süd für ein dickes Ausrufezeichen. Vor allem in den entscheidenden Phasen zeigten die Brettorferinnen große Nervenstärke. Sowohl im ersten als auch im vierten Satz wehrten sie einen Satzball ab und belohnten sich mit dem Einzug ins Halbfinale. „Wir sind ohne Druck hierhergekommen, haben aus der DM-Teilnahme kein großes Ding gemacht und die letzten Bundesligaspiele haben uns das notwendige Selbstvertrauen gegeben“, sagte Ida Jungclaussen nach dem Match gegen ihren ehemaligen Verein.

Den Lauf nahmen die Schwarz-Weißen auch gegen die Titelverteidigerinnen und späteren Deutschen Meisterinnen vom Ahlhorner SV. Brettorf war nach dem Erfolg in der Qualifikation sofort im Rhythmus und nutzte die anfänglichen Unsicherheiten des Favoriten konsequent aus. Zweimal gingen die Schwarz-Weißen nach Sätzen in Führung und standen im vierten Durchgang beim Stand von 10:10 nur zwei Punkte vor der großen Überraschung. Erst in der Verlängerung rettete sich der Titelverteidiger in den Entscheidungssatz. Dort verschaffte sich der ASV früh einen Vorsprung. Brettorf kämpfte sich zwar noch einmal heran, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Ahlhorn setzte sich somit nur knapp mit 3:2 (7:11, 11:6, 9:11, 12:10, 11:8) durch.

Nach der knappen Halbfinalniederlage gegen Ahlhorn fehlten im Spiel um Platz drei gegen den TV Jahn Schneverdingen die letzten Körner. Die 0:3-Niederlage (6:11, 9:11, 4:11) bedeutete zwar das Verpassen einer Medaille, änderte aber nichts an einem historischen Wochenende. Erstmals seit 2021 gehört der TV Brettorf wieder zu den vier besten Feld-Frauenmannschaften Deutschlands.

Männer erstmals seit 2011 wieder im Finale

Auch die Männer des TV Brettorf schrieben in Bardowick Vereinsgeschichte. Erstmals seit der Feld-DM 2011 in Vaihingen/Enz stand die Mannschaft wieder in einem Endspiel. Gleichzeitig bedeutete Silber die erste Podestplatzierung bei einer Feld-DM seit 2023.

Im Halbfinale setzte sich der Nordmeister gegen den TSV Calw mit 3:1 (11:8, 7:11, 11:9, 11:8) durch. Nach einem ausgeglichenen Beginn entschied Brettorf den ersten Satz mit vier Punkten in Serie für sich. Calw glich anschließend aus, doch in den beiden folgenden Durchgängen behielt der TVB in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven und zog mit immer wieder kurz gespielten Bällen verdient ins Finale ein.

Dort wartete mit dem TSV Pfungstadt der Südmeister. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Tom Hartung und Álvaro Englert vertraute Coach Klaus Tabke, wie schon im Halbfinale, dem erst 16-jährigen Mats Hinrichs in der Defensive, der mit einer starken Leistung überzeugte. Brettorf hielt im Endspiel den ersten Satz lange offen, ehe Pfungstadt mit 11:9 die Führung übernahm. Der zweite Durchgang ging deutlich an die Hessen, doch im dritten Satz kämpften sich die Schwarz-Weißen nach einem 2:6-Rückstand noch einmal zum Ausgleich heran. Am Ende spielte Pfungstadt seine Erfahrung aus und sicherte sich mit 3:0 (11:9, 11:3, 11:9) den Meistertitel. „Natürlich ist nach einer Finalniederlage die Enttäuschung erst einmal groß“, sagte TVB-Coach Klaus Tabke. „Die Silbermedaille ist aber definitiv ein toller Erfolg für eine starke Saison.“

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