Bronze in Stuttgart: TVB-Männer belohnen sich bei DM

3. März 2026

Als die Bronzemedaillen umgehängt wurden, war von der Enttäuschung des Vortages nichts mehr zu spüren. Spieler, Trainer und rund 80 mitgereiste Fans feierten den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der Stuttgarter Scharrena ausgelassen. Der TV Brettorf krönte ein intensives Wochenende mit Edelmetall – und bewies einmal mehr, dass er zur nationalen Spitze gehört.

Halbfinale

Begonnen hatte das Turnier für die Schwarz-Weißen mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Im Halbfinale traf Brettorf auf den TV 1880 Käfertal – ein Duell auf höchstem Niveau, das den Zuschauern alles bot: spektakuläre Abwehraktionen, krachende Angriffe und Dramatik bis zum letzten Ballwechsel.  Johannes Jungclaussen, Malte Hollmann, Tom Hartung, Hauke Spille und Moritz Cording erwischten einen starken Start und nutzten die Fehler des Mannheimer Hauptangreifers Marcel Stoklasa konsequent aus. Eine 2:1-Satzführung war der verdiente Lohn. Doch Käfertal steigerte sich, insbesondere Stoklasa drehte auf und ging volles Risiko. „Das ist bei der Geschwindigkeit kaum zu verteidigen“, erkannte Tabke im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung an. Brettorf hielt dagegen, kämpfte sich zum 3:3-Ausgleich und lieferte sich mit dem Favoriten einen packenden siebten Satz. Beim Stand von 14:14 lag das Finale greifbar nahe, doch ein missglücktes Zuspiel kippte die Partie zugunsten der Süddeutschen. Am Ende stand eine knappe 3:5-Niederlage – die Enttäuschung war entsprechend groß.

Bronze-Match

Viel Zeit zum Grübeln blieb jedoch nicht. Beim gemeinsamen Abendessen richtete der Coach den Blick nach vorne: „Was war, zählt nicht mehr – wir holen uns jetzt Bronze.“ Im Spiel um Platz drei gegen den TV Stammheim setzte seine Mannschaft diese Vorgabe eindrucksvoll um. Brettorf startete furios, ging früh mit 2:0 in Führung und zeigte sich mental gefestigt. Als Stammheim im dritten Satz davonzog, reagierte Tabke mit einem Wechsel: Hauke Rykena kam für Jungclaussen und brachte mit starken Aktionen neue Impulse. Zwar entwickelte sich die Partie erneut zu einem offenen Schlagabtausch über acht Sätze, doch in den entscheidenden Phasen behielten die Norddeutschen die Kontrolle. Besonders im letzten Durchgang ließ Brettorf keinen Zweifel mehr aufkommen. Mit einer konzentrierten Leistung erspielte sich das Team mehrere Matchbälle, ehe Jungclaussen schließlich den entscheidenden Punkt zum 5:3-Erfolg setzte. Danach kannte der Jubel keine Grenzen – auf dem Feld wie auf den Rängen, wo die schwarz-weiße Fanfraktion ihr Team lautstark unterstützte. „Am Ende haben wir verdient gewonnen“, bilanzierte Tabke. Und das Wochenende habe gezeigt, dass seine Mannschaft auf Augenhöhe mit den besten Teams Deutschlands agiere.

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