Männliche U18 verpasst Halbfinaleinzug

12. September 2018

Es war sicherlich das Highlight im vergangenen Jahr: Auf eigener Anlage gewann die männliche U18 den Deutschen Meistertitel – und feierte mit dem gesamten Dorf eine rauschende Partie. Ein Jahr später klappte es für die Brettorfer in Großenaspe (Schleswig-Holstein) nun nicht mit der Titelverteidigung. Auch wenn ein Teil des Meisterkaders zu den vergangenen zwei Spielzeiten aus dem Team weichen musste – das Trainer-Duo um Tim Lemke und Klaus Tabke hatte sich bei den Titelkämpfen sicherlich den Halbfinaleinzug gewünscht. Die gesamte Saison über mussten die beiden dabei auf einen etatmäßigen Angreifer verzichten – pünktlich zur DM konnte der TVB dann aber aus dem Vollen schöpfen.

Durchwachsene Vorrunde

In die Gruppenphase am Samstag ging es für die Brettorfer in ein umkämpftes Spiel gegen den TV Segnitz. Das Team aus Bayern und die Schwarz-Weißen lieferten sich dabei einen offenen Schlagabtausch. Nach einer Brettorfer Satzführung gelang Segnitz der Satzausgleich – wenn auch etwas schmeichelhaft. Der Referee übersah bei den letzten zwei Angaben von Segnitz Angreifer zwei klare Fußfehler, die trotz der vehementen Proteste der Brettorfer nicht geahndet wurden. Auch der dritte Abschnitt ging dann – äußerst knapp – verloren (11:8, 9:11, 9:11). Im zweiten Gruppenspiel feierte die Mannschaft dann gegen DM-Gastgeber Großenasper SV (11:8, 11:5) einen 2:0-Erfolg. Wirklich Sicherheit gab dieser Erfolg aber nicht. Denn auch gegen den TSV Lola (11:7, 6:11, 11:7) und den TV Waibstadt (8:11, 11:8, 11:3) tat sich Brettorf in der Folge schwer. Mit 6:2 Punkten platzierte sich der TVB aber auf Rang zwei in der Vorrundengruppe – und war damit weiterhin im Rennen um die Podestplätze.

Niederlagen am Sonntag

Trainer Lemke hatte für den zweiten Wettkampftag mit einer Leistungssteigerung seiner Spieler gehofft – die zum Ende des Vorrundentages auch nicht wirklich zufrieden mit ihren Auftritten war. Doch wirklich rund lief es auch am Sonntagmorgen nicht. Gegner TuS Wickrath hatte Brettorf im Finale der Norddeutschen Meisterschaften Anfang Juli noch mit 11:2 und 11:3 geschlagen. In Großenaspe lief nun nur wenig zusammen. Während Wickrath fast alles gelang, liefen das Lemke-Team immer wieder erfolglos an. Nach nur zwei Sätzen waren die Medaillenträume der Brettorfer geplatzt(8:11, 5:11). „Diesmal waren sie auf allen Positionen besser“, gestand Tim Lemke nach der Niederlage. Somit blieb noch die Begegnung um Platz fünf. Wie schon in der Vorrunde war der TV Waibstadt der Brettorfer Gegner. Doch nach der Quali-Niederlage fehlte dem Titelverteidiger ein wenig der Wille. Mit 7:11 und 5:11 ging die Partie verloren – der TVB schloss die Deutsche Meisterschaft auf Rang sechs ab. „Es war nicht unser Wochenende“, fasste Coach Lemke die zwei Tage in Schleswig-Holstein im Gespräch mit der NWZ zusammen. „Es wäre schon mehr möglich gewesen, aber dafür hätten alle in jeder Begegnung am Limit spielen müssen. Generell waren unsere Jungs an beiden Tagen nicht in Topform.“

Deutscher Meister wurde der NLV Vaihingen, der im Endspiel den TV Vaihingen/Enz 2:0 (11:6, 11:9) schlug.

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