Nach den ersten Saisonspielen: So ist der Stand in den Bundesligen

9. Juni 2022

Keine drei Monate mehr, dann steigt in Brettorf die Deutsche Meisterschaft der Männer und Frauen: Für viele der 34 Bundesligisten der Männer und Frauen ist die Qualifikation zu den nationalen Titelkämpfen und damit ein Auftritt auf der Brettorfer Sportanlage das erklärte Ziel. Doch wer befindet sich eigentlich auf DM-Kurs? Und wer muss sich im Kampf um die DM-Tickets im weiteren Saisonverlauf noch steigern? Wir geben einen Überblick:

Männer

Süd

Dass Seriensieger und Titelverteidiger TSV Pfungstadt in Brettorf aufschlagen wird, daran bestand schon zu Saisonstart kaum ein Zweifel – und daran hat sich auch nach den ersten fünf Saisonspielen nichts geändert. Fünf Siege und 25:2 Sätze stehen zu Buche. Ebenfalls auf Kurs befindet sich der TV Käfertal (8:2 Punkte), der sich einzig gegen die Südhessen geschlagen geben musste und gegen die Konkurrenz vom TSV Calw und TV Vaihingen/Enz (jeweils 5:4) sowie TV Schweinfurt-Oberndorf (5:3) jeweils Nervenstärke bewies. Calw und Vaihingen/Enz sind es auch, die mit jeweils 4:4 Zählern auf Rang drei und vier stehen, in der Hinrunde beide aber noch u.a. gegen Pfungstadt und zum direkten Duell antreten.

Rang fünf belegt Schweinfurt-Oberndorf (4:6) und hat damit auch noch alle Chancen auf die DM-Teilnahme. Denn gegen Calw und Vaihingen/Enz setzte sich der TVO jeweils mit 5:3 durch – Stand jetzt wurde aber das Spiel gegen Waibstadt aufgrund des Einsatzes eines Spielers ohne ausreichende Spielberechtigung mit 0:5 verloren. Hier läuft aber noch ein Einspruch des Vereins. Der TV Unterhaugstett, TV Waibstadt und TV Waldrennach werden wohl keine Chance mehr auf die DM haben.

Nord

Ein Team kann nach dem ersten Teil der Saison noch eine weiße Weste vorweisen – und ist bereits für die DM qualifiziert. Der TV Brettorf war bisher nicht zu bezwingen (10:0 Punkte), hat in den letzten beiden Spielen der Hinrunde aber noch die Duelle gegen den TSV Hagen 1860 und die Berliner Turnerschaft vor der Brust. Hagen (10:2) verlor einzig gegen den VfK Berlin und könnte es mit einem Sieg gegen den TVB an der Tabellenspitze richtig spannend machen. Die Hinrunde bereits abgeschlossen hat der VfK Berlin (10:4), der – Stand jetzt – Platz drei belegt. Gefährlich werden könnte noch der Stadtrivale Berliner TS, der das Hauptstadt-Duell gewann, Ende Juni aber noch zu den Spielen gegen Brettorf und Moslesfehn reist. Bei zwei Niederlagen der Berliner könnte der SVM (6:6) noch in die Meisterrunde vorbeiziehen. Für den TK Hannover, TSV Lola und Leichlinger TV geht es dagegen einzig und allein um den Klassenerhalt.

Frauen

Nord

Ist die Vorentscheidung im Kampf um die DM-Tickets bereits gefallen? Noch nicht ganz – aber es gibt bereits eine klare Tendenz. Der TV Jahn Schneverdingen und Ahlhorner SV sind nach jeweils acht Begegnungen noch ungeschlagen (16:0), treten am Sonntag aber zum ersten Mal in dieser Spielzeit gegeneinander an. Der Sieger dürfte wohl beste Chancen auf die DM in Brettorf haben. Der Verlierer hat dagegen den SV Moslesfehn im Nacken sitzen (16:4), der nur auf einen Ausrutscher der Konkurrenz lauert. Der dritte Startplatz ist bereits für Gastgeber TV Brettorf reserviert, der sich nach einem schwachen Saisonstart etwas im Aufwind befindet und aktuell Rang sechs (8:12) belegt. Der VfL Kellinghusen (10:10) und Aufsteiger Ohligser TV (8:8) scheinen wohl nur noch krasse Außenseiterchancen zu haben, für den TK Hannover, Wardenburger TV und SV Düdenbüttel dürften die nationalen Titelkämpfe keine Bedeutung mehr haben.

Süd

Spannung verspricht der Kampf bei den Frauen im Süden. Vier Mannschaften bewerben sich hier für die drei Startplätze – und das, bei einer sehr unterschiedlichen Anzahl an Spielen. Spitzenreiter ist der TSV Dennach (18:2), der in dieser Saison erst vier Sätze abgegeben hat. Drei davon resultieren aus der bisher einzigen Saisonniederlage gegen den TSV Pfungstadt, der mit 16:6 Punkten derzeit auf Platz zwei steht. Die direkten Duelle gegen den TV Segnitz (14:2 Punkte) und TSV Calw (12:4) gingen dabei aber verloren – diese könnten mit den noch mehr zu bestreitenden Spielen noch vorbeiziehen. Einziges Team, das potenziell noch in den DM-Kampf eingreifen könnte, ist der TV Unterhaugstett (8:8), der TSV Ötisheim, SV Tannheim, TSV Gärtringen und TSV Staffelstein befindet sich dagegen im Abstiegskampf.

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