Rückblick auf Rekord-Sommer: Elf DM-Teilnahmen und jede Menge Edelmetall

15. Oktober 2026

Es ist eine Feldsaison, die beim TV Brettorf lange in Erinnerung bleiben dürfte: Elf Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften bedeuten einen neuen Vereinsrekord. Der bisherige Bestwert aus dem Jahr 2022 lag bei zehn. Besonders stark war erneut der Nachwuchs: Als einziger Verein Deutschlands war der TVB in allen acht Spielklassen von der U12 bis zur U18 bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. Sechs dieser acht Teams landeten auf dem Podest – auch das war unerreicht.

Auch die Bundesliga-Teams sorgten für Ausrufezeichen. Die 1. Herren erreichten bei der DM in Bardowick erstmals seit 2011 wieder ein Feld-Endspiel. Nach dem 3:1-Halbfinalsieg gegen den TSV Calw musste sich Brettorf im Finale Serienmeister TSV Pfungstadt mit 0:3 geschlagen geben – Silber war dennoch der verdiente Lohn für eine starke Saison. Die 1. Damen überraschten zunächst mit einem 3:1 gegen den Süd-Zweiten Calw und verpassten im Halbfinale gegen den späteren Meister Ahlhorner SV beim 2:3 nur knapp die Sensation. Platz vier bedeutete das beste Feld-Ergebnis seit 2021. Die 2. Herren und 2. Damen machten es in ihren 2. Bundesligen zwar lange spannend, schafften letztlich aber den Klassenerhalt.

Für den ersten Nachwuchs-Titel sorgte die männliche U18. Nach dem Feldtitel 2025 und der Hallenmeisterschaft 2025/26 machte das Team in Essel das U18-Triple perfekt. Nach einer durchwachsenen Vorrunde steigerte sich Brettorf zum richtigen Zeitpunkt und gewann das Finale gegen den MTV Oldendorf souverän mit 11:7 und 11:4. Bemerkenswert: Bei elf Deutschen Meisterschaften in Folge erreichte diese Mannschaft das Finale. Auch die weibliche U18 durfte jubeln und sicherte sich nach vier Vorrundensiegen ohne Satzverlust am Ende Bronze.

Gold und Silber folgten bei der U14-DM in Großenaspe. Die männliche U14 drehte im Finale gegen den SV Kubschütz einen 4:8-Rückstand im Entscheidungssatz, wehrte drei Matchbälle ab und gewann noch mit 15:13. Damit war der zweite Deutsche Meistertitel perfekt. Die weibliche U14 schaffte ebenfalls den Sprung ins Endspiel und belohnte eine starke Meisterschaft mit Silber.

Zum Abschluss legten die beiden U12-Teams nach. Die vor der Saison nahezu komplett neu formierte weibliche U12 spielte sich überraschend bis ins Finale und gewann Silber. Auch die männliche U12 kehrte mit Edelmetall zurück: Nach dem Aus im Halbfinale gegen den späteren Meister Unterhaugstett drehte Brettorf im Spiel um Platz drei gegen Bademeusel einen Satzrückstand und holte Bronze.

Ohne Medaille blieben nur die beiden U16-Teams. Die männliche U16 erreichte in Gnutz das Viertelfinale und belegte Rang acht. Die extrem junge weibliche U16 sammelte wichtige DM-Erfahrung und wurde Zwölfte. Zusätzlichen Grund zur Freude gab es bei der erstmals ausgetragenen U21-DM: Die Brettorfer Frauen gewannen Bronze. Gerade die neue Spielklasse sorgte mit dafür, dass der TVB seinen bisherigen Vereinsrekord auf elf DM-Teilnahmen steigern konnte.

Dass auch für die kommenden Jahre reichlich Potenzial vorhanden ist, zeigte die U10. Bei der Landesmeisterschaft landeten beide Brettorfer Teams unter den besten vier Niedersachsens. Die Mädchen gewannen Bronze, die Jungen belegten Rang vier.

Beeindruckend war die Brettorfer Präsenz auch in den Auswahlmannschaften. Beim Deutschlandpokal standen 14 TVB-Spielerinnen und -Spieler für den NTB auf dem Feld – mehr als von jedem anderen Verein. Gemeinsam feierten sie den fünften niedersächsischen Gesamtsieg in Folge. Beim Jugendeuropapokal in Laakirchen kamen sogar 16 von insgesamt 32 niedersächsischen Aktiven aus Brettorf.

Auch mit den Nationalteams sammelten Brettorferinnen und Brettorfer über den Sommer reichlich Edelmetall. Bei der U18-Weltmeisterschaft in Reiden gewannen Joey Bieniek, Joris Finkel, Ole Behm und Mats Hinrichs gemeinsam mit Trainer Tim Lemke den Weltmeistertitel. Leni Hasselberg führte die weibliche U18 als Kapitänin bis ins WM-Finale und gewann Silber. Parallel wurde Ida Jungclaussen mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft Europameisterin. Bei der Männer-EM in Tondern holten Hauke Spille und Johannes Jungclaussen Silber.

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