Timo Kläner: „Wir haben ein enormes Potenzial in der Truppe“

29. Juli 2020

Am Samstag gehen die Brettorfer Faustballmänner wieder auf Punktejagd: Auf heimischer Anlage empfangen die Brettorfer den TSV Hagen 1860, VfL Kellinghusen und Landkreis-Rivale Ahlhorner SV. Die ersten drei Teams dieser Vierergruppe qualifizieren sich für den zweiten Spieltag – an dem die beiden DM-Teilnehmer neben Ausrichter VfL Kellinghusen ermittelt werden. Beginn des ersten Spieltags ist um 12 Uhr. Für Mannschaften und Zuschauer gelten dabei die Hygienebestimmungen der Deutschen Faustball-Liga und des TV Brettorf. Zuschauer müssen vorab das Einverständniserklärung zur Anwesenheit auf der Anlage ausfüllen und am Eingang abgeben.

Vor dem ersten Spieltag stand TVB-Routinier Timo Kläner Rede und Antwort – und auch die drei Gegner gibt es im Check.


Der TV Brettorf

Drei Monate nach dem geplanten Saisonstart geht es für euch in einer Mini-Variante der Bundesliga am Samstag wieder los. Steigt die Vorfreude?

Ja auf jeden Fall, die Vorfreude steigt täglich. Wir haben schließlich unser letztes Spiel unter Wettkampfbedingungen am 8. März bei der Hallen-DM in Mannheim gespielt. Diese knapp fünf Monate sind schon ziemlich lang gewesen.

Auch wenn sie nun schon etwas zurückliegt – ein Blick auf die vergangene Hallensaison lohnt sich allemal. Nach dem Staffelsieg im Norden habt ihr bei der Deutschen Meisterschaft in Mannheim Bronze gewonnen. Wie überrascht bist du, dass nach dem Abschied von einigen arrivierten Kräften vor zwei Jahren, dass es so schnell wieder mit Edelmetall geklappt hat?

Ganz so überrascht war ich ehrlicher Weise nicht. Wir haben ein enormes Potenzial in dieser Truppe. Nach dem Staffelsieg in der Bundesliga Nord war es schon unser Ziel mit einer breiten Brust nach Mannheim zu fahren und dort um die Medaillenplätze mitzuspielen. Das wir das geschafft haben, hängt natürlich auch ganz stark von unserer Tagesform und die des Gegners ab. Zudem haben wir mit unseren lautstarken Fans im Rücken auch immer den Ansporn unser Maximum an diesen Tagen aus uns herauszuholen. An dieser Stelle müssen wir als Mannschaft auch nochmal ein riesen Lob und ein großes Dankeschön an all unsere Fans aussprechen. Nicht nur an die knapp 100 Brettorfer, die uns in Mannheim tatkräftig unterstützt haben, sondern auch an die, die uns bei allen Heimspielen und auch bei vielen Auswärtsspielen lautstark angefeuert haben.

Mit mehr als zehn Jahren in der 1. Herren hast du die größte Erfahrung des gesamen Kaders. Fast alle Spieler aus dem U18-Team, das vor drei Jahren den DM-Titel gewonnen hat, ist jetzt gemeinsam mit dir im Männerteam. Was zeichnet die Jungs aus?

Unser Team lebt vor allem von der mannschaftlichen Geschlossenheit und einer gewissen Unbekümmertheit. Wir haben nicht nur eine starke „Fünf“, sondern können bei Bedarf auch noch von der Bank nachlegen, ohne einen großen Leistungsverlust zu haben. Zudem muss man sagen, dass bis auf Malte und mich, die gesamte Mannschaft schon seit dem Kindesalter zusammenspielt und dementsprechend eine gewisse Routine auf den Platz bringt. Trotz aller dem glaube ich, dass die Jungs noch lange nicht am Ende Ihrer Entwicklung sind. Wenn die Mannschaft in den nächsten Jahren so zusammenbleibt, ist meines Erachtens noch mehr als eine Bronzemedaille drin. Dies geht aber natürlich nur, wenn sich keiner auf das bisher erreichte ausruht, sondern sich stetig weiterentwickeln will um den nächsten Schritt zu machen.

Am Samstag steht nun der erste Quali-Spieltag der Bundesliga auf dem Programm. Wie verlief eure Vorbereitung?

Die Vorbereitung war natürlich aufgrund der Corona-Lage eine komplett andere als die, die wir sonst so kennen. Wir konnten erst relativ spät mit dem Mannschaftstraining beginnen und es gab leider keine Vorbereitungsturniere oder sonstige Spiele unter Wettkampfbedingungen. Das gute ist, dass alle Mannschaften mit den gleichen Problem zu kämpfen hatte. Trotzdem sind wir, glaube ich, auf einem guten Weg einen positiven Saisonstart hinzulegen.

Die Gegner haben es mit dem TSV Hagen 1860, DM-Gastgeber VfL Kellinghusen und Landkreis-Rivale Ahlhorner SV in sich. Mindestens ein Team müsst ihr hinter euch lassen, um im Kampf für die DM-Tickets die nächste Runde zu erreichen. Wie schätzt du die drei Gegner ein, was wird wichtig sein, um bestehen zu können.

Die Frage ist schwer zu beantworten, da wir sämtliche Mannschaften schon lange nicht mehr gesehen haben und deren aktuelle Form schlecht einschätzen können. Wir wissen aber, dass z.B. der TSV Hagen auf dem Feld immer noch ein Level besser ist als in der Halle und Kellinghusen darf man auch niemals unterschätzen. Bei Ahlhorn bleibt abzuwarten ob Christoph Johannes wieder einsatzfähig ist. Aber nichts desto trotz wird es wieder ein Derby sein, dass wir mit aller Macht gewinnen wollen. Wichtig für uns wird es sein, dass wir uns auf unser Spiel konzentrieren und das wir das Spielen was wir können und was uns auszeichnet.

Der Kader der Bronzemannschaft ist zusammengeblieben. Was habt ihr euch für die Feldsaison als Ziel gesetzt?

Das oberste Ziel sollte auf jeden Fall die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Kellinghusen sein. Aber wir warten mal den ersten Spieltag ab und schauen dann wo wir im Vergleich zu den anderen Teams überhaupt stehen.


Die Gegner

TSV Hagen 1860
Die Westfalen sind bekannt für ihre frühe Saisonvorbereitung – und dank der vergleichbar schnellen Lockerungen in Nordrhein-Westfalen konnte der TSV auch schon in der zweiten Maiwoche mit dem Training beginnen. Dabei stehen wie schon in der Hallensaison – als die erste Qualifikation zu einer Hallen-DM seit 20 Jahren gelang – neun Spieler zur Verfügung. Die interessanteste Personalie gibt es stattdessen neben dem Spielfeld. Hartmut Maus, Nationaltrainer der U21-Junioren und Co-Trainer Deutschlands weiblichen U18, wird gemeinsam mit Dirk Schachtsiek und Andreas Schmitz das Trainer-Trio der Sechziger bilden.

VfL Kellinghusen
Als Training für die Heim-DM kann der VfL Kellinghusen in die beiden Quali-Spieltage gehen. Als Ausrichter haben die Störstädter ihr DM-Ticket bereits in der Tasche. Zum Trainingsstart Anfang Mai nicht mehr dabei ist Dirk Sager, der seine Karrire beendet hat, und Tom Kröger, der aus familiären und beruflichen Gründen auf dem Feld vorerst kürzer tritt. Ansonsten ist der Kern der Mannschaft um die beiden Angreifer Rouven Kadgien und Sascha Heidrich zusammengeblieben und wird durch Tobias Jung (in der Halle aus Eschhofen gekommen) und Nachwuchsspieler Till Pietsch ergänzt. Als Trainer gibt Thorsten „Theo“ Holst seit der Hallensaison vorallem seine Erfahrungen im Angriffsbereich weiter.

Ahlhorner SV
So lange um den Klassenerhalt musste der Ahlhorner SV schon lange nicht mehr: Erst im Saisonendspurt konnte das Team um Nationalspieler Tim Albrecht den Ligaverbleib sichern – und dürfte froh sein, dass es auf dem Feld keinen Absteiger gibt. Angreifer Christoph Johannes fällt verletzungsbedingt weiter aus, dafür springt Nachwuchstalent Jan Hermes in die Bresche. Ansonsten bleibt der Kader unverändert.

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