TVB-Teams mit historischen Erfolgen

1. Mai 2018

Dass der TV Brettorf eine hervorragende Nachwuchsschmiede besitzt, das weiß man in Faustball-Deutschland schon länger. Doch das, was der TVB in dieser Hallensaison besonders im männlichen Bereich zeigte, war schon beeindruckend. Noch nie hatten bis 2018 eine männliche U16 und eine männliche U18 den Deutschen Meistertitel in einer Spielzeit gewinnen können. In Waibstadt (mU18) und Großenaspe (mU16) machten die Schwarz-Weißen diesen Erfolg perfekt – und setzten sich die nationale Krone auf. Besonders stark dabei: Es waren zwei komplett unterschiedliche Kader, die sich die Meistertitel holten.

Männliche U18 wird Favoritenrolle gerecht

Die männliche U18 war als großer Favorit zur Deutschen nach Waibstadt gereist. Nach dem Triumph auf dem Feld musste nur Zuspieler Hauke Spille das Team altersbedingt verlassen, der restliche Kader blieb zusammen. Und souverän trat die Mannschaft von Tim Lemke und Klaus Tabke in Waibstadt an. Waibstadt – hier hatte 2008 bereits die damalige U18 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften den Titel geholt. Zehn Jahre später wiederholte das jetzt der „goldene Jahrgang“ des TVB – bei dem nun auch in der Halle endlich der Knoten platzte. Vier Mal gewann die Mannschaft Gold auf dem Feld, in der Halle warteten Hauke Rykena, Vincent Neu und Co. bis Waibstadt auf den großen Triumph. Im Vorjahr reichte es in Vaihingen/Enz nur zu Silber, 2018 marschierte der TVB souverän durch das Turnier und ließ sich vom TV Vaihingen/Enz auch nicht im Finale von der Siegerstraße abbringen (11:9, 11:5).

Männliche U16 legt nach

Deutlich überraschender war da schon der Titelgewinn der männlichen U16 zwei Wochen später. Zwar hatte die Mannschaft von Klaus Tabke und Benno Schwarze zwei Jahre zuvor in der männlichen U14 triumphiert, seitdem hatte es aber, auch aus Verletzungsgründen, nicht mehr zum Sprung in die Topteams gereicht. In Schleswig-Holstein zeigten die Brettorfer dann aber über zwei Tage eine ganz starke Leistung, setzten die Anweisungen der Trainer hervorragend um. Im Finale legte der TVB gegen den leicht favorisierten TSV Lola vor, der nach dem Seitenwechsel im dritten Satz aber die Oberhand zu gewinnen schien. Doch aus dem 5:6 zum Seitenwechsel machte der TVB mit sechs Punkten in Folge noch ein 11:6 und feierte den Meistertitel.
Das wäre auch fast der weiblichen U14 gelungen. In Görlitz zeigten die Mädels ihre beste Saisonleistung und kämpften sich als Gruppensieger direkt ins Halbfinale. Hier gewannen die Schwarz-Weißen in drei Sätzen gegen den TSV Essel. Erst im Endspiel war dann Endstation – und das ausgerechnet gegen Landkreis-Rivale Ahlhorn. Die Enttäuschung über das verlorene Spiel wehrte aber nicht lange, ehe ausgelassen die Silbermedaille gefeiert wurde.

Männer und Frauen zur DM qualifiziert

Ebenfalls über Edelmetall konnten sich die Männer des TV Brettorf freuen. Bei der letzten Deutschen Meisterschaft vom scheidenden Spielertrainer Tim Lemke sprang Brettorf wieder einmal auf das Podest – und reiste aus Mannheim mit der vierten Hallen-Bronzemedaille in Folge zurück in die Gemeinde Dötlingen. Äußerst kurios verlief bereits das erste Vorrundenspiel gegen den gastgebenden TV Käfertal. Vor gut besuchter Kulisse, darunter rund 70 Schlachtenbummler aus Brettorf, musste das Spiel Anfang des zweiten Satzes für 40 Minuten aufgrund eines Sirenengeräusches an der Anzeigentafel unterbrochen werden. Brettorf verlor 1:3 und schien im zweiten Duell gegen den Südmeister vom TV Schweinfurt-Oberndorf schon ausgeschieden (0:2). Doch es gelang noch einmal die Wende! Nach einer Halbfinalniederlage gegen Berlin sicherte sich der TVB im „kleinen Finale“ gegen Ahlhorn die Bronzemedaille.
Während es für die Bundesliga-Männer bereits die 22. DM-Teilnahme war, betraten die Frauen absolutes Neuland. Als Zweiter im Norden ging es ins bayerische Illertissen – und das Team von Trainerin Rieke Buck kämpfte auf Augenhöhe mit den deutsche  Top-Teams. Einzig mit der Gruppenkonstellation hatten die Brettorferinnen etwas Pech. Nach einem harten Kampf gegen den TV Eibach (2:3) ging auch das Duell mit dem amtierenden Europacup-Sieger TSV Dennach (0:3) verloren. So blieb am finalen Sonntag nur die Zuschauerrolle, während Dennach das Endspiel gegen Eibach gewann – viel hatte nicht gefehlt, dass die TVB-Frauen auch so richtig in den Medaillenkampf eingegriffen hätten.

Nachwuchsteams überzeugen

Dafür jubelten die Frauen 30 über Edelmetall in Gold. Bei den Deutschen in Bernstadt gewann die Mannschaft, nach durchwachsener Vorrunde am , dank einer tollen Leistungssteigerung am Finaltag im Endspiel gegen den gastgebenden FSV Hirschfelde in einem „Spiel, das keinen Verlierer verdient gehabt hätte“ und jubelte etwas überraschend auf dem obersten der drei Podeste.
Und auch insgesamt kann man von einer hervorragenden Saison sprechen. In jeder Jugendklasse war der TVB bei den Landesmeisterschaften mit einem Team vertreten – und auch bei den Norddeutschen Meisterschaften trat Brettorf in jeder der sechs Klassen mit einem Team an. Wenn das nicht Beweis ist, dass die Nachwuchsarbeit seinesgleichen sucht.

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