DM-Interview mit Laura Marofke und Hauke Spille: Vorbereitung auf die Heim-DM

15. August 2021

Zwölf Mannschaften kämpfen bei der Faustball-DM am 28. und 29. August in Brettorf um die nationale Faustballkrone. Wir sprechen im Vorfeld mit Spielerinnen und Spielern der teilnehmenden Teams. Einen Einblick in die Vorbereitung der beiden Mannschaften vom TV Brettorf auf die Heim-DM gibt es im Doppel-Interview mit Laura Marofke und Hauke Spille.

Frage: Platz zwei bei den Männer, Platz sieben – nach zweimal Rang drei in den vergangenen beiden Feldspielzeiten für die Frauen: Hauke und Laura, wie zufrieden seid ihr mit der abgeschlossenen Bundesligasaison?

Laura Marofke: Die Saison lief alles andere als rund für uns. Wir haben an keinem der vier Spieltage zu unserem Spiel gefunden. Jeder einzelne hatte mit seiner Leistung zu kämpfen und auch als Team lief auf dem Platz nicht viel zusammen. Wir kennen es schon aus den letzen Jahren, dass wir uns Anfang der Saison oft schwer tun. Die kurze Saison und lange Corona-Unterbrechung haben haben uns also definitiv nicht in die Karten gespielt.

Hauke Spille: Wir hatten uns vor der Saison das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Nordmeisterschaft anzugreifen, auch weil wir damit bereits das Halbfinale sicher gehabt und garantiert an beiden Tagen gespielt hätten. Wir konnten über die Saison aber leider nicht immer das zeigen was wir können. Immer wieder gab es Abstimmungsprobleme oder Fehler, die uns sonst eigentlich nicht passieren. Immerhin haben auch rein sportlich die DM-Qualifikation geschafft. Das war uns wichtig. Und: Der letzte Spieltag war spielerisch ein Schritt in die richtige Richtung.

Frage: Bei den Männern liegen zwischen dem letzten Bundesliga-Spieltag fünf, bei den Frauen sogar sechs Wochen. Wie gelingt es, dass man die Spannung über einen so langen Zeitraum hochhält?

Laura Marofke: Ich glaube, dass uns die sechs Wochen zwischen dem letzten Spieltag und der DM gut tun. Zum einen können wir etwas Abstand zu der Saison gewinnen, die nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen ist. Jeder hatte Zeit, an seinen eigenen Defiziten zu arbeiten. Zum anderen bot sich die Gelegenheit, sich durch Trainingsleistungen auch positives Gefühl zu holen. Wir haben versucht, die sechs Wochen möglichst variabel zu gestalten mit zusätzlichen Trainingseinheiten und einem Trainingswochenende. Dazu haben dank Ahlhorn und Moslesfehn auch die Möglichkeit, Spiele unter “Wettkampfbedingungen” zu bestreiten.

Hauke Spille: Jede DM ist etwas Besonders auf das man hinfiebert. Deshalb war es gar nicht so schwer, die Spannung hochzuhalten – insbesondere, wenn man die Heim-DM vor Augen hat. Vier Spieler von uns standen dazu im U21-Kader und haben in Grieskirchen den Europameistertitel gewonnen. Das war noch einmal die Chance, sich auf höchstem Niveau zu messen. Ansonsten haben wir zusätzliche Trainingseinheiten eingelegt, Trainingsspiele bestritten. Wichtig war und ist es, sich als Team wieder richtig einzuspielen.

Frage: Hauke, für die Männer geht es im Qualifikationsspiel gegen den TV Käfertal. Wie schätzt du das Team ein, wo wollt ihr gegen den TVK bestehen?

Hauke Spille: Ich glaube die Qualität, die Käfertal hat, ist unbestritten, insbesondere mit Nick Trinemeier und Marcel Stoklasa im Angriff. Dass sie ihre Leistung an DM-Wochenende abrufen können, haben sie zuletzt dreimal in eigener Halle bewiesen. Dazu haben sie in dieser Saison als einziges Team den TSV Pfungstadt geschlagen. Wichtig für uns wird es sein, dass jeder von uns aus dem Team 100 Prozent abruft. Wir müssen von Beginn an hellwach und konzentriert sein, auch wenn wir wissen, dass es eine schwere Angelegenheit wird. Bei der Hallen-Deutschen 2019 haben sie uns bei ihrer Heim-DM aus dem Rennen geworfen. Da ist es doch klar, dass wir noch eine Rechnung offen haben.

Frage: Für euch geht es direkt im Anschluss gegen den TV Segnitz, Laura. Was rechnet ihr euch für euer Spiel aus?

Laura Marofke: Von den drei DM-Teilnehmern aus dem Süden ist Segnitz sicherlich die große Unbekannte. Insbesondere bei Angreiferin Svenja Schröder wissen wir aber, dass sie eine unheimlich starke Spielerin ist, die vor allem im Nationalteam auf sich aufmerksam machen konnte. Ansonsten haben wir wenig Kenntnis über Segnitz als Team und haben uns in der Vorbereitung vornehmlich auf uns konzentriert. Es wird wichtig sein, dass wir im Quali-Spiel, dass wir unsere eigene Leistung auf den Platz bekommen, uns auf unsere Stärken besinnen, in unser Spiel finden und uns nichts aus Ruhe bringen zu lassen. Wenn uns das gelingt, dann kann es ein Duell auf Augenhöhe sein, in dem es auf die Tagesform ankommen wird.

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