Was für ein Abschluss einer außergewöhnlichen Saison: Die U12-Faustballerinnen des TV Brettorf sind Deutscher Meister in der Halle. Am Wochenende setzten sich die jungen Spielerinnen bei der Endrunde in Leipzig die Krone auf – und machten damit das Double perfekt, nachdem sie bereits im September auf heimischem Feld den Titel gewonnen hatten.
In der Egidius-Braun-Sportschule wartete ein echtes Mammutturnier auf die Nachwuchsteams. Insgesamt 40 Mannschaften kämpften parallel auf sieben Feldern um die nationalen Titel. Und: Schon in der Gruppenphase ließen die Brettorferinnen keinen Zweifel an ihren Ambitionen. Mit vier klaren Siegen gegen die SG Grafenau/Weil der Stadt, die SG Längenau/Thiersheim, den SV Energie Görlitz und den TV Oberweier sicherte sich das Team souverän den Gruppensieg. Besonders bemerkenswert: Alle Spielerinnen – Emma Heinrich, Jette Brinkmann, Merle Höfel, Leonie Müller, Greta Ohlsen sowie Lotta und Frieda Niedfeld – kamen zum Einsatz und überzeugten. „Wir haben im Vorfeld die Rollen klar besprochen, damit jede weiß, was von ihr erwartet wird“, erklärte Freese. „So konnten alle mit der richtigen Einstellung ins Turnier gehen.“
Keine Schwächephase am Finaltag
Auch am zweiten Turniertag präsentierte sich Brettorf in bestechender Form. Im Viertelfinale gegen die SG SV Dresden-Mitte/Langebrücker BSV sowie im Halbfinale gegen die SG Karlsdorf/Schluttenbach dominierte das Team klar und gab keinen Satz ab. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckte. „Unsere Mannschaft ist auf allen Positionen gleich stark und dadurch schwer auszurechnen“, betonte Freese. „Wir haben die gegnerischen Angreiferinnen konsequent unter Druck gesetzt, sodass sie gar nicht ins Spiel gekommen sind.“
Nervenschlacht im Finale
Im Finale wartete mit Gastgeber SC DHfK Leipzig ausgerechnet jener Gegner, gegen den Brettorf in den vergangenen Jahren mehrfach das Nachsehen hatte. Doch diesmal sollte alles anders werden. Mit einem druckvollen Spiel sicherte sich der TVB den ersten Satz deutlich mit 11:4. Im zweiten Durchgang dann der Schock: Leipzig zog auf 5:0 davon. „Ehe wir richtig im Satz angekommen waren, wussten wir gar nicht, was passiert ist“, so Freese. Doch ihre Mannschaft zeigte große Moral, erkämpfte sich vier Matchbälle. Die wehrten die Leipzigerinnen allesamt ab, doch in der Verlängerung behielt das Team die Ruhe. „Wir hatten alle das Gefühl, dass wir den Satz unbedingt gewinnen müssen“, sagte Freese. Mit zwei starken Punkten sicherte sich Brettorf schließlich den 12:10-Satzgewinn – und damit den Titel.
Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg
Der Jubel nach dem verwandelten Matchball war riesig – auf dem Feld ebenso wie bei den mitgereisten Fans und Unterstützern. Für Freese steht fest, was den Ausschlag gegeben hat: „Es war eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung. Wir hatten keine Schwachstellen – und auch die Stimmung untereinander ist einfach meisterlich.“ Dass viele Spielerinnen bereits zahlreiche Deutsche Meisterschaften erlebt haben und ein Teil des Teams auch in höheren Altersklassen erfolgreich ist, zeigte sich in den entscheidenden Momenten. „Das war ein U12-Finale auf höchstem Niveau“, so Freese.
Mit dem Hallentitel und dem Erfolg auf dem Feld haben die Brettorfer Faustballerinnen eine Saison gespielt, die kaum zu übertreffen ist – und eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.

