Männliche U18 triumphiert auch in der Halle

26. März 2018

Der TV Brettorf ist das Maß aller Dinge im männlichen Nachwuchsfaustball: Mit einem 2:0-Erfolg im Endspiel der Deutschen U18-Meisterschaft gegen den TV Vaihingen/Enz wurde das Team von Tim Lemke und Klaus Tabke seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich in Waibstadt (Baden-Württemberg) den nationalen Meistertitel. Waibstadt – hier hatte 2008 bereits die damalige U18, darunter die heutigen Bundesligaspieler Tobias und Timo Kläner, bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Waibstadt den Titel geholt. Zehn Jahre später wiederholte das jetzt der „goldene Jahrgang“ des TVB – bei dem nun auch in der Halle endlich der Knoten platzte. Vier Mal gewann die Mannschaft Gold auf dem Feld, in der Halle warteten Hauke Rykena, Vincent Neu und Co. bis zu diesem Sonntag auf den großen Triumph.

Letztes Vorrundenspiel stark

Sechs Spiele – sechs Siege gab es am Wochenende zu verzeichnen. In der Vorrunde wurden die Schwarz-Weißen aber auch nicht wirklich gefordert. Die Ergebnisse gegen den TSV Lola 2:0 (11:3, 11:5), TV Waibstadt 2:0 (11:7, 11:4), TB Oppau 2:0 (11:5, 11:5), und den TV Segnitz 2:0 (11:4, 11:5) sprechen eine klare Sprache. Dennoch war Trainer Tim Lemke nicht ganz zufrieden. Gerade im Zuspiel habe es Probleme und eine Menge Luft nach oben gegeben. „Erst im letzten Spiel gegen starke Segnitzer haben wir richtig gut agiert“, fand Lemke.

Leistungssteigerung im Finale

Mit dem Gruppensieg mussten sich die Brettorfer am Sonntag dann ganze sieben Spiele gedulden. „Der Tag wird unheimlich lang, man weiß kaum, was man eigentlich machen soll“, berichtete Lemke. So taten sich seine Spieler im Halbfinale gegen Landkreis-Rivale Ahlhorn zu Beginn auch schwer. „Bei uns hat der Wille und der Mut gefehlt“, sagte der TVB-Trainer. Ahlhorn hingegen, das gesamte Turnier über mit einer ganz starken Leistung in den Abwehrreihen, zeigte eine starke Leistung – und zwang Brettorf als einziges Team am Wochenende in die Satzverlängerung. „Ich weiß nicht so genau wie wir den Satz am Ende gewonnen haben, aber irgendwie hat es geklappt“, sagte Tim Lemke. Der zweite Abschnitt war dann deutlich unspektakulärer. Ahlhorn produzierte Angabenfehler am Fließband, die Brettorf immer dichter an den Finaleinzug brachten. „Wenn man gegen Brettorf erstmal einem Rückstand hinterherläuft wird es am Ende schwer“, gestand ASV-Trainer Achim Kuwert-Behrenz. Brettorf zog mit 12:10 und 11:3 ins Endspiel ein und kam auch hier nicht von der Siegerstraße ab. Gegner Vaihingen/Enz agierte fast das gesamte Spiel über mit der taktischen Angabe auf Hauke Rykena. „Sie haben bestimmt 20 der 22 Angaben auf Hauke gespielt. Dafür hat dann Vincent Neu das Spiel immer mehr an sich gerissen“, lobte TVB-Coach Lemke, der noch einmal eine Leistungssteigerung des gesamten Teams sah. Mit 11:9 und 11:5 feierte Brettorf den Titelgewinn – erst alleine, dann gemeinsam mit den weiteren Medaillengewinnern.

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